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SVR-Abteilungsversammlung am Dienstag, 20. Mai 2008, im Vereinsheim
Lücken in der Funktionärsriege
Uli Henzler und Uwe Bauer weitere zwei Jahre an der Spitze
Nach einem ereignisreichen und recht turbulenten Jahr mit personellen Umwälzungen an der Spitze und dem 75-jährigen Jubiläum steuert die Fußballabteilung des SV Reudern wieder in ruhigeren Gewässern. Finanziell haben sich die Hirsche binnen eines Jahres konsolidiert, doch die Funktionärsriege der SVR-Kicker ist noch nicht komplett.

Uli Henzler, der seit Juli 2007 zusammen mit Uwe Bauer den SVR-Fußballern vorsteht, blickte bei der Abteilungsversammlung am Dienstag im vereinseigenen Sportheim in seinem Rechenschaftsbericht noch einmal auf die knapp elf Monate seiner Amtszeit zurück. Das 40-jährige Bestehen der AH wurde beispielsweise begangen und die Renovierung der alten Umkleidekabine abgeschlossen.

In dieser Zeit gelang es, auch dank der Jubiläumsveranstaltungen wie dem Festakt oder dem Gastspiel der Kleinen Tierschau, die Kassensituation deutlich zu entspannen und die Abteilung wieder auf solide finanzielle Beine zu stellen. Diese positive Entwicklung war dem Kassenbericht zu entnehmen, den ebenfalls Henzler präsentierte.

Sportlich muss der SVR seine Aufstiegspläne höchstwahrscheinlich um ein weiteres Jahr verschieben, denn die Hirsche müssen sich wohl, wie Henzler anmerkte, zum dritten Mal in den letzten vier Jahren mit Platz drei bescheiden. Spielertrainer Steffen Oßwald hat im Aspach um ein weiteres Jahr verlängert, "jetzt nehmen wir eben einen neuen Anlauf" (Henzler). Trotz aller Probleme, die aufgetaucht seien - der Rückzug des FC Unterensingen II hatte für großen Unmut gesorgt - "hat die Mannschaft immer an sich geglaubt", verteilten SVR-Vorstandssprecher Erich Rüb und Spielleiter Klaus Besemer unisono Komplimente an die aktiven Kicker. Mit der zweiten Mannschaft war Besemer, der nach über 20 Jahren im Ehrenamt aufhört, weniger zufrieden, er fühlt sich von einigen Spielern im Stich gelassen.

Bei den Alten Herren konnten die schlimmsten Befürchtungen abgewendet und nach einjähriger Vakanz der Posten des AH-Leiters mit Henrik Guth neu besetzt werden. "Es ist wieder Harmonie eingekehrt und mit der Trainingsbeteiligung geht's steil bergauf", freute sich Guth.

Sorgen bereitet der Abteilungsspitze der Nachwuchsbereich. Nicht das sportliche Abschneiden der acht Teams, die an der laufenden Runde teilnehmen, sondern die fehlende Bereitschaft, sich im Jugendbereich zu engagieren, verursacht große Bauchschmerzen. Das monierte auch die stellvertretende Jugendleiterin Beate Bauer in ihrem Bericht. "Der Schuh drückt gewaltig", brachte es Uli Henzler auf den Punkt und forderte zu gemeinsamen Anstrengungen auf, diesen Missstand zu beseitigen. "Wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen, werden wir über kurz oder lang Schiffbruch erleiden", warnte er und auch Erich Rüb gab zu bedenken: "Wir leben von der Jugend, ohne sie werden wir nicht bestehen können."

Der Vorstandssprecher freute sich über die insgesamt positive Entwicklung der Abteilung: "Das schlingernde Schiff befindet sich wieder in ruhigem Fahrwasser, auf dem Geleisteten kann man aufbauen und zuversichtlich in die Zukunft schauen." Die Entlastung des kompletten Abteilungsausschusses wurde denn auch einstimmig erteilt. Bei den Neuwahlen gab es freilich einen Dämpfer, denn für die nicht mehr kandidierenden Klaus Besemer (Spielleiter) und Thomas Hiller (Kassier) konnten noch keine Nachfolger gefunden werden. Uli Henzler und Uwe Bauer wurden dagegen für zwei weitere Jahren an die Abteilungsspitze gewählt, ebenso Schriftführerin Isabel Meister-Hahn und die stellvertretende Jugendleiterin Beate Bauer.

Nach nicht einmal eineinhalb Stunden konnte Uli Henzler die Abteilungsversammlung schließen. Das Interesse hielt sich allerdings schwer in Grenzen, denn es waren nur rund 30 Personen inklusive der Ausschussmitglieder anwesend. Allein dieser Umstand gibt zu denken.