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SVR-Jahreshauptversammlung 2007 (Freitag, 23. März, im Vereinsheim) Das Ehrenamt blutet langsam aus Kein Kassier, kein Jugendleiter - Vorstandssprecher Rüb für zwei Jahre wiedergweählt NT-REUDERN (uba). Dem SV Reudern gehen langsam, aber sicher die Funktionäre aus. Seit Jahren schon sind die Positionen des Veranstaltungsleiters und das Amt des Vorstands für Mobilien und Immobilien verwaist, jetzt steht der SVR auch noch ohne Kassier und ohne Gesamtjugendleiter da. Wenigstens konnte die Hauptversammlung am vergangenen Freitag im Vereinsheim den Vorstandssprecher Erich Rüb für zwei weitere Jahre im Amt bestätigen. Es sieht nicht gut aus, wenn man sich die Entwicklung beim größten Verein im Nürtinger Teilort, der knapp 1000 Mitglieder zählt, ansieht. Händeringend suchen die Verantwortlichen nach neuen Mitstreitern im Ehrenamt, bislang waren jedoch alle Bemühungen ergebnislos. Giuseppe Fiore, der seitherige Finanzvorstand, der nicht mehr zur Wahl antrat, erklärte sich aber bereit, Rüb zu unterstützen. Auch für den ebenfalls nicht mehr kandidierenden Gesamtjugendleiter Dietmar Mangold konnte kein Nachfolger gefunden werden. Die Jugendleiter der einzelnen Abteilungen müssen sich die Aufgaben nun teilen. Immerhin konnte die Versammlung Tobias Kotz als Vereinsjugendsprecher und Eckart Wilbring als Abteilungsvorstand Leichtathletik/Jedermann bestätigt werden. Fiore, der fünf Jahre die Finanzen bei den „Hirschen” ordnete, legte detaillierte Zahlen vor. Er freute sich besonders, von der Stadt Nürtingen nachträglich genehmigte Fördergelder zur Dachsanierung des Sportheims und für die Jugendarbeit erhalten zu haben. Diese überraschenden Zuschüsse und Sparmaßnahmen sorgten im vergangenen Jahr für eine gute Kassenentwicklung beim SVR. Fiore übergibt geordnete Verhältnisse: „Der Verein ist schuldenfrei.” Kassenprüferin Ute Stoll hatte denn auch gar nichts auzusetzen und die Runde erteilte die einstimmige Entlastung. Einstimmig entlastet wurde auf Antrag des scheidenden Ortsvortshener Herbert Benker auch der gesamte Vorstand. Benker sah in der Mitgliederentwicklung der einzelnen Abteilungen ein Spiegelbild des Freizeitverhaltens der Gesellschaft. Trendsportarten seien im Kommen. Er strich auch die Wichtigkeit der Jugendarbeit heraus: „Alles, was in die Jugend investiert wird, ist gut angelegtes Geld.” Vorstandssprecher Erich Rüb gab nach dem Gedenken an die im Jahr 2006 verstorbenen Mitglieder Albert Bauer und Dieter Raichle Einblicke in die Arbeit der Vorstandschaft. Er sprach von einer recht hohen Mitgliederfluktuation (85 Eintritten standen 70 Austritte gegenüber), die großteils mit der Auflösung der Tischtennismannschaften zusammenhänge. „Bis heute ist es uns nicht gelungen, die nach wie vor bestehende Abteilung wieder zu beleben. Auch der Versuch, einen Basketballbereich aufzubauen, sei fehlgeschlagen. Rüb ist gleichwohl überzeugt, mit dem sportlichen Angebot auf dem richtigen weg zu sein. Nachdenklich stimmt ihn allerdings, dass nur etwa 25 Prozent der Mitglieder, die 18 Jahre alt werden, weiter im Verein bleiben. Insgesamt ist etwa ein Drittel der 977 SVR-Mitglieder unter 18 Jahre als. "Kleine Tierschau” kommt nach Reudern „Der Gesundheits- und Freizeitsport wird immer wichtiger”, sagte Rüb, „im Hinblick auf dem demopgraphischen Wandel müssen wir den Verein für Ältere interessant machen.” Dieser Herausforderung müsse man sich mit neuen Sportangeboten stellen. Weitere Schwerpunkte im Jahr des 75-jährigen Bestehen der Fußballabteilung mit den Höhepunkten des Festaktes (6. Oktober) und des Gastspiels der „Kleinen Tierschau” (3. November) seien die Renovierung des Vereinsheims, die vor allem durch das Anpacken der Fußballer sukzessive voranschreite, die aber auch immer mehr Gelder verschlinge, und die Besetzung der vakanten Positionen im Gesamtverstand. „Beim Jubiläum der Fußballer können wir beweisen, dass wir ein Verein sind”, appellierte Rüb, „ohne die Hilfe aller geht‘s nicht.” „Nur gemeinsam sind wir stark”, forderte der SVR-Vorstandssprecher dazu auf, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können. Ein Antrag der Vorstandschaft, die Beiträge von Kindern und Jugendlichen moderat anzuheben, wurde einstimmig angenommen. „Damit liegen wir immer noch am unteren Ende der Skala”, machte Rüb klar. Angeregt wurde auch, wieder einen Vereinsbus anzuschaffen.
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